Im Auftrag des Vegetarierbunds Deutschland (VEBU) und Greenpeace Österreich hat das Sustainable European Research Institute (SERI) die weltweit erste Ökobilanz für Fleischalternativprodukte durchgeführt. Analysiert wurden die auf Soja und Weizeneiweiß basierenden Produkte Seitan, Tofu und Sojagranulat auf ihre CO2-Bilanz, ihren Flächen- und Wasserverbrauch sowie auf biotische und abiotische Ressourcen.

In dem Projekt wurden unter anderem die Umweltauswirkungen von einem Kilogramm Seitan (als fertig verpacktes Produkt) und dessen Rohstoff Glutenmehl untersucht. Diese Untersuchung beruhte auf Daten, die die Firma TOPAS bereitgestellt hat. „Solche fundierten Informationen bieten kritischen Konsumentinnen und Konsumenten die gewünschten Antworten“, so das Institut. Bei der Studie handelt es sich um ein sogenanntes Life Cycle Assessment (LCA) – das bedeutet, dass eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten während des gesamten Lebensweges oder bis zu einem bestimmten Zeitpunkt der Verarbeitung vorgenommen wird. Die lebenszyklusweite Analyse des Seitans bedeutet, dass alle Prozessschritte vom Anbau des Weizens bis zum fertigen Wheaty-Produkt Seitan untersucht wurden.

Das Ergebnis der Studie: Die pflanzlichen Alternativen schneiden in allen getesteten Bereichen um Weiten besser ab als Fleisch. „Dass sich eine pflanzliche Ernährung positiv auf das Klima auswirkt, ist längst bekannt“, erklärt Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU. „Doch dass die Klimabilanz auch bei verarbeiteten Fleischalternativprodukten so viel besser gegenüber Fleisch ausfällt, hat selbst die Wissenschaftler überrascht.“

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SERI-Institut: Fact-Sheet „Seitan“