Als der spätere TOPAS-Firmengründer Klaus Gaiser Mitte der 1970er-Jahre von zwei Studienaufenthalten aus Ostasien zurückkehrte, brachte er, wie sich herausstellen sollte, bahnbrechende Kenntnisse mit. Der Sinologe, Japanologe und Kulturwissenschaftler hatte sich intensiv mit den traditionellen Herstellungsmethoden chinesischer und japanischer Lebensmittel auseinandergesetzt. Mit Wheaty griff er die asiatische Seitan-Tradition auf, erfand sie aber für die westliche Küche neu. TOPAS begann 1993 Weizeneiweiß-Produkte, wie sie inzwischen in fast jedem Supermarkt erhältlich sind, zu entwickeln und bekannt zu machen. Was der sich gerade bildenden veganen Szene allerdings noch vollkommen fehlte, war ein deftiger Snack, der überall hin mitgenommen werden konnte. Kein Wunder also, dass der im Jahr 1999 als erstes Exemplar seiner Gattung entwickelte Spacebar Hanf schnell zum „Szeneprodukt“ wurde. Im Jahr 2007 würdigte die Tierrechtsorganisation People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) den Riegel dann als „besten veganen Snack“ mit der Vergabe ihres Progress Awards; hierbei handelt es sich um einen Preis, der für „tierischen“ Fortschritt in den Bereichen Wirtschaft und Kultur vergeben wird. Nach und nach kamen weitere Sorten hinzu: RedHotChiliPeppers mit pikanter Schärfe, Kür-Biss als etwas Gesundes zum Knabbern und Chorizo, ebenfalls eine vorher nicht dagewesene Neuentwicklung:  Erstmals wurde ein veganes Produkt nach seinem Vorbild mit (veganen) Salami-Starterkulturen beimpft – es entstand die erste vegane luftgereifte Salami. Für den Spacebar Chorizo als „bestes tierfreies Würstchen“ ging PETAs Progress Award im Jahr 2008 abermals an TOPAS. Der Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) zeichnete im Jahr darauf die damalige Chorizo-Palette – Aufschnitt, Spacebar, Gran Chorizo; inzwischen gibt es noch die Chorizo-Bratwurst –, mit dem Vegetarischen Innovationspreis aus. Seither gilt für die Spacebars: Oft kopiert – und nie erreicht.

Kalt, heiß, Wüste oder Eis…

Inzwischen ist der schnelle Snack weit über die vegane Szene hinaus bekannt und beliebt. Auch viele Sportler erkennen mehr und mehr den Wert der Spacebars als einfach und überall mitführbare pflanzliche Eiweißquelle. So nahm etwa der Langstreckenläufer Christian Scheuerer 2007 mit uns Kontakt auf, um sich zu bedanken: Er hatte am Marathon des Sables in Marokko teilgenommen – ein anspruchsvoller Etappen-Ultramarathon, der über sieben Tage und 240 Kilometer durch die marokkanische Sahara verläuft und als eines der härtesten Rennen der Welt gilt. Die Laufstrecke besteht im Allgemeinen aus felsigen Ebenen, ausgetrockneten Flussbetten und Sanddünen, wobei nur gelegentlich kleine Dörfer durchquert werden. Die Temperatur erreicht tagsüber 40° C und mehr, während sie nachts bis auf 5° C abfallen kann. Eine Bestimmung beschwert das Laufen besonders: Sämtliche Bedarfsgegenstände müssen selbst mitgetragen werden, die Läufer müssen mit einer minimalen Überlebensausrüstung wie Schlafsack, Schlangenbiss-Set und 2000 kcal Energie pro Tag ausgerüstet sein. Christian Scheuerer schrieb uns damals: „Sie können sich vorstellen, dass man deshalb an allem spart – auch am Essen. Ein Freund hat mir daraufhin Spacebars empfohlen. Das war das Beste, was mir passieren konnte. Also vielen Dank für dieses grandiose Produkt. Auch in der heißen Wüstensonne ist es fehlerfrei zu genießen!“

In der Zwischenzeit sind weitere Rennen hinzugekommen: Nach dem Marathon des Sables nahm Christian Scheuerer im Jahr 2009 an der Libyan Challenge teil – ein Rennen über 210 Kilometer, quer durch den Tadrart Acacus in Süd-Libyen. Die Temperaturen liegen selbst im Oktober noch bei 30° C im Schatten. Nicht nur hier waren die Spacebars mit dabei, auch 2010 beim Himalayan Stage Race in Nordindien: 160 Kilometer auf fünf Etappen, im Schatten der höchsten Berge der Welt. In diesem Jahr wurden die Spacebars dann im gegenteiligen Temperatur-Extrem getestet: Beim Yukon Arctic Ultra. Dabei handelt es sich um den härtesten Ultra-Wettkampf der Welt: Ein 100 Meilen-Rennen in Nordkanada, bei 34 Minusgraden! Im Spiegel-Interview beschreibt Christian Scheuerer, was passiert, wenn man unter diesen Bedingungen nur einmal kurz die Handschuhe auszieht: „Binnen Sekunden sind die Daumen hart gefroren.“ Wenn Daumen einfrieren, dann natürlich auch Spacebars – also muss man auch hier Vorkehrungen treffen: „Beim Yukon Arctic Ultra habe ich sämtliche Gels und die Spacebars mit einem ‚Heatpack‘ in eine Rettungsdecke aus Alu gewickelt und in einen Topf verpackt. Für mich sind bei Wettkämpfen dieser Art die Spacebars wichtig, da alle Riegel, Gels und Getränke sehr süß sind und Spacebars die richtige Abwechslung bieten. Zudem geben sie dem ausgelaugten Körper, was er in dieser Phase braucht.“ – Er lief 30 Stunden nonstop und erreichte eine Top-Platzierung: Gewinn der Mannschaftswertung, vierter Platz der Männerwertung, sechster in der Gesamtwertung.

…wenig Fett, pflanzliches Eiweiß

Im Bereich der Rad-Etappenrennen gilt die Tour-Transalp als eines der härtesten, und sicherlich ist sie das spektakulärste in Europa. Auch hier haben sich Spacebars bewährt: Im Juni 2010 starteten rund 1.200 Radsportbegeisterte zur achten Tour-Transalp, in sieben Tagesetappen ging es per Rennrad vom deutschen Startort Mittenwald über 18 Pässe der österreichischen Alpen bis ins italienische Arco – 780 Kilometer und 20.000 Höhenmeter waren zu bewältigen, Teams aus 28 Ländern stellten sich der Herausforderung, auch die Deutschen Franz Seefried und Henrik Endl. Für Seefried sind Spacebars „eine hervorragend geeignete Möglichkeit, sich unter Hitzebedingungen mit gesunden und ohne Kühlung haltbaren Eiweißprodukten zu ernähren. Sie sind besonders als Abendverpflegung geeignet, da man als Ausdauersportler abends keine Kohlenhydrate mehr zu sich nehmen sollte, um den Stoffwechsel nicht zu sehr zu beanspruchen.“ Bereits einen Monat später machten sich über 1500 Radler zum Radmarathon im Tannheimer Tal auf, um sich bei 30° C auf drei verschiedenen Streckenlängen zu messen. Auch Franz Seefried war mit dabei und belegte im Gesamtklassement den 12. Rang. Seine Ernährung im Training beschreibt er folgermaßen: „Inzwischen habe ich schon fast eine feste Mahlzeit, die ich am Vorabend eines Wettkampfs einnehme. Bestens bewährt hat sich die Kombination von Spacebars zusammen mit gedünstetem Gemüse.“ Sein Fazit: „Die sind absolut super! Auch für Sportler geeignet, leicht verdaulich, super Geschmack, ohne Kühlung auch bei extremen Temperaturen haltbar.“

Aufgrund dieser Eigenschaften finden sich Spacebars immer öfter im Gepäck von Sportlern – und natürlich auch von Sportlerinnen. Auch bei den diesjährigen Box-Weltmeisterschaften der Frauen im chinesischen Qinhuangdao etwa waren sie mit dabei: Das das längste Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, Elena Walendzik, 27 Jahre alt, sechsfache deutsche Meisterin, Fünfte bei der EM 2011 und Siegerin einiger internationaler Turniere, ist seit ihrem zehnten Lebensjahr Vegetarierin und seit langem Wheaty-Fan. Bereits Ende April hatte sie ein internationales Turnier auf Kreta gewonnen – „natürlich mit Red Hot Chili Peppers im Gepäck“, wie sie uns noch von dort aus mitteilte. In der Woche darauf ging es dann schon zur WM nach China, wo ihre Lieblings-Spacebars auch wieder mit dabei waren. Die Welt-Anti-Doping-Agentur hatte übrigens komplett vom Verzehr von Fleisch vor Ort abgeraten, da oft der Stoff Clenbuterol enthalten sei, der auf der Dopingliste steht. Die Boxerin schrieb uns: „Dank Ihrer Produkte muss ich mir trotzdem keine Sorgen um eine gute Ernährung machen!“

Hoch hinaus

Gerade bei körperlicher und geistiger Anstrengung sind Spacebars optimale Energielieferanten, die auch extreme Umweltbedingungen und Temperaturschwankungen aushalten. Auf der ganzen Welt sind die kleinen Riegel inzwischen schon herumgekommen – selbst die Abenteurer, Filmemacher, Fotografen und Autoren Denis und Tanja Katzer, deren Ziel die längste dokumentierte Expedition der Menschheitsgeschichte ist – sie begann im Jahr 1991, inzwischen haben die beiden 275.000 Kilometer auf ihrer „großen Reise“, die 30 Jahre dauern soll, zurückgelegt –, teilten uns mit, dass sie schon seit vielen Jahren Wheaty-Fans sind.

Wenn die Spacebars schon die ganze Welt gesehen haben, was könnte ihr nächstes Ziel sein? Die NASA will in den 2030ern eine Mission zum Mars starten und experimentiert noch an der geeigneten Verpflegung. Diese wird vegan sein. Wir empfehlen der Raumfahrtorganisaton, den Astronauten Spacebars mitzugeben. Wheaty im Weltraum – wäre das nicht abgespaced?