In seiner Juni-Ausgabe hat das Magazin Öko-Test vegetarische und vegane Fleischalternativen getestet, darunter DAS Schnitzel von Wheaty. Im Produkt wurden geringe Mineralöl-Rückstände festgestellt. Das Test-Ergebnis haben wir zum Anlass genommen, unsere Produkte entsprechenden Prüfungen zu unterziehen.

Grundsätzlich gilt: Es gibt, was die sog. Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH/MOAH) angeht, noch keine standardisierte wissenschaftliche Methode, die für eine Beurteilung von Kontamination oder die Kontrolle von Höchstmengen festgelegt ist. Selbst die bislang existierenden Messmethoden sind noch sehr ungenau und damit wenig aussagekräftig. Es herrscht also dringender Forschungsbedarf.

Kein Lebensmittelsicherheitsproblem

Fest steht leider, dass MOSH/MOAH inzwischen überall in der Umwelt (ubiquitär) vorkommen [1], so dass eine generelle Freiheit von entsprechenden Rückständen praktisch unmöglich ist.

Nach bestehender Auffassung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind Mineralöl-Gehalte in Lebensmitteln zwar unerwünscht und, soweit technisch machbar, zu minimieren, sie stellen allerdings kein akutes Lebensmittelsicherheitsproblem dar; eine Aufnahme von MOSH/MOAH, die bereits aufgrund der bestehenden „Hintergrundbelastung“ unvermeidbar ist, könne sich, so das BfR, durch Lebensmittelverzehr nur geringfügig erhöhen [2]. Trotzdem haben wir die Messergebnisse von Öko-Test natürlich ernst genommen und starteten intensive Nachforschungen.

Wie kann Mineralöl ins Schnitzel gelangen?

Im Zuge unserer Untersuchungen haben wir festgestellt, dass mögliche Rückstände im Produkt offensichtlich in erster Linie auf die von uns verwendeten Kunststoff-Folien zurückzuführen sind. Die Kunststoff-Verpackungen sind uns ohnehin ein Dorn im Auge, scheinen momentan aber leider alternativlos für uns zu sein. Jeder Hersteller wasser- oder ölhaltiger Naturprodukte hat dasselbe Problem: an Plastik führt kein Weg vorbei. Wir beobachten die Entwicklung von Verpackungsmaterialien schon lange sehr kritisch und suchen nach plastikfreien und kompostierbaren Verpackungsmitteln; doch für unsere Anwendungen gibt es solche Alternativen leider noch nicht in einer brauchbaren Form.

Was wir tun und warum das so lange dauert

In einem ersten Schritt ging es darum, eine alternative Kunststoff-Folie zu finden, die unseren technischen Gegebenheiten entspricht. Nach intensivem Austausch mit unseren Lieferanten haben wir einen Anbieter gefunden, der uns eine vielversprechende neue Folie angeboten hat, mit der wir seit einigen Wochen ausführliche Tests auf unseren Maschinen und im gesamten Produktionsprozess durchführen.

Weitere Schritte sind Migrationsuntersuchungen direkt nach dem Verpacken sowie während der Zeit der Lagerung. Das heißt, dass über Monate hinweg Proben an externe Labore geschickt werden, deren Ergebnisse wir benötigen, um die Folie seriös beurteilen zu können.

Parallel dazu haben wir auch unsere Rohstoff-Lieferanten aufgefordert, mögliche Eintragswege auszuschließen und uns aktuell sowie in Zukunft entsprechende Nachweise hierüber zu liefern. Neue Lieferanten werden nur aufgenommen, wenn sie auch in diesem Punkt nachweislich gute Werte vorzuweisen haben.

Ergänzung, 28. September 2016:

Heute erschien das neue Stiftung-Warentest-Magazin mit einem Testbericht über Fleischalternativen; bei dem Test wurde auch DAS Schnitzel untersucht. Von 20 Fleischalternativprodukten verschiedener Hersteller waren sechs mit Mineralöl-Rückständen belastet, nicht aber unser Schnitzel. In der Kategorie „Schadstoffe“ wurde DAS Schnitzel von der Stiftung Warentest mit der Note „gut“ bewertet. Wir freuen uns über das jetzt gute Ergebnis; unabhängig davon arbeiten wir aber weiterhin mit Hochdruck an einer Optimierung unserer Herstellungsprozesse.